Schmusegöttin für Heidenkinder

Material:
Stoffreste
Puppentrikot
Eine alte Nylonstrumpfhose oder Schlauchbinde
Sticktwist in blau, grün oder braun für die Augen
Füllwatte oder Rohwolle
Wolle für die Haare
Dekoration: Perlen, kleine Kunstblumen, Federn ect.
Werkzeug:
Ein Bogen Tonkarton
Baumwollfaden
Zwirn und verschieden lange Nadeln
Schere
Ein roter Buntstift
Schneiderkreide
Stecknadeln
Anleitung:
Als erstes wird die Körperform für die Schmusegöttin auf den Tonkarton gezeichnet. Daß geht am einfachsten, wenn man den Bogen einmal in der Mitte knickt und dann nur eine halbe Form aufmalt. Die Körperform orientiert sich an der einfachen Göttinnendarstellung, wie sie oft im Netz zu finden ist, die Arme weise in einer anbetenden Geste nach oben, der Rumpf hat eine weibliche geformte Taille und läuft nach unten spitz zusammen, als Andeutung für die Beine. Wenn man dann die Form ausschneidet, ist sie auf beiden Seiten identisch. Bei meiner Puppe habe ich mich für eine Größe von ca. 44 cm in der Länge entschieden.
Das so entstandene Schnittmuster wird nun zweimal mit Schneiderkreide auf den Stoff übertragen, wobei man einen Zentimeter für die Naht zugibt. Dabei ist auf den Webverlauf und/oder das Muster des Stoffes zu achten und sollte bei beiden Körperteilen in die gleiche Richtung verlaufen.
Nachdem dann Vorder- und Rückseite aus dem Stoff geschnitten wurden, heftet man beide Stücke mit der rechten Seite aufeinander und vernäht sie. Oben am Körper, wo später der Kopf eingenäht wird, muß ein Stück frei bleiben. Danach wird der Körper auf rechts gedreht und mit der Füllwatte ausgestopft. Die Füllung sollte möglichst prall sein und die Konturen des Körpers schön herausarbeiten. Beim befüllen ist darauf zu achten, daß die Füllwatte (oder Wolle) nicht knotig oder klumpig, sondern schön gleichmäßig im Körper eingebracht wird Das ist wichtig für den Stand und den Schmusefaktor der Puppe. Ist der Körper soweit vorbereitet, wird er erst einmal zu Seite gelegt.
Von der Strumpfhose wird ein Stück Fuß abgeschnitten (lieber etwas zu groß als zu klein). Wird Schlauchbinde verwendet, muß eine Seite mit einem festen Faden zusammengebunden werden und wird dann auf links gedreht.
Für den Kopf, wird aus der Füllwatte ( oder Wolle) eine feste Kugel gerollt. Bei meiner Puppe ist sie ca. so groß wie eine Faust. Mit ein wenig ausprobieren findet man die richtig Proportion. Die Wattekugel wird dann in den Strumpf ( oder die Schlauchbinde) gegeben, der am Ende fest mit einem Faden zusammengebunden wird. Ein ausreichend langes Stück Baumwollfaden ( Sterngarn eignet sich sehr gut) wird in zwei Schlaufen gelegt, die aufeinander gelegt werden. Die so vorbereiteten Schlaufen wickelt man dann um das obere Drittel des Kopfes, damit wird die Augenpartie angedeutet, zieht sie ein wenig zusammen und verknotet sie fest. Aus dem Puppentrikot wird ein quadratisches Stück geschnitten, das so groß sein sollte um es bequem um die Kugel zu wickeln. Die Kugel wird glatt und möglichst straff mit dem Trikot bezogen und wird dann wieder mit einem festen Faden zusammengebunden. Das braucht etwas Übung und klappt nicht immer gleich auf Anhieb.
Wenn man Vorder- und Hinterkopf definiert hat, werden die Augen aufgestickt. Dazu eignet sich am besten ein möglichst lange Nadel, da durch den Hinterkopf in den Vorderkopf gestochen wird. Die Stiche wollte fest sein und etwas zusammengezogen werden, um die Augenhöhlen anzudeuten und dem Gesicht mehr Ausdruck zu verleihen. Mit dem roten Buntstift, der mit den Lippen etwas angedeutet wird.
Jetzt werden Kopf und Körper mit einander vernäht. Dabei wird der Stoffzipfel des Kopfes in die Halsöffnung des Körpers gesteckt. Sollte der Zipfel etwas zu wuchtig sein, kann man ein Stück abschneiden. Jetzt ist auch noch Zeit den Sitz des Kopfes zu korrigieren. Der Kopf sollte fest auf dem Rumpf sitzen und die Sticke der Nadel möglichst klein und kaum sichtbar.
Die Wolle für die Haare, wird in die gewünschte Länge und so viele Haarsträhnen wie gewünscht geschnitten. Diese werden denn oben auf dem Kopf und zum Hinterkopf hin mit einem gleichfarbigen Zwirn in kleinen Sticken angenäht, so das sich ein Scheitel bildet. Das geht am besten mit einer kurzen Nadel. Die erste Schicht der Haare wird mit ein wenig Kleber am Hinterkopf festgeklebt um die Einstiche für die Augen zu verbergen. Ein zweite ( und wenn man mehr Haare möchte eine dritte Schicht) werden auf gleiche Weise aufgenäht.
Die Puppe ist jetzt soweit fertig, daß sie nun ganz nach belieben verziert werden kann, um dann ausgiebig von Heidenkindern geknuddelt und beschmust werden zu können
©by Jorinde