Baphomet:
Ursprung:
Erstmals soll der Name Baphomet in den Prozessen gegen die Tempelritter aufgetaucht sein. Es wurde Anklage wegen Götzenverehrung gegen sie erhoben. Die angebetete Figur wurde zwar beschrieben doch sind es zu unterschiedliche Beschreibungen als das man von einem einzigen Idol sprechen könnte. Beweise gab es im Übrigen nicht und die meisten Aussagen der Templer selbst wurden wohl erzwungen.
Aufgegriffen wurde die Gestalt des Baphomet dann von Eliphas Levi der ihm mit einer gelungenen Zeichnung endlich eine Gestalt und somit auch neues Leben einhauchte.

Das meiste was heute über den Symbolgehalt von Baphomet beschrieben wird, geht auf die Deutung dieser Zeichnung zurück.
Auch Aleister Crowley und Lavey arbeiteten und deuteten Baphomet.
Als Wesen oder Gottheit gilt er gleichzeitig als Schöpfer wie auch als Zerstörer ( eine Ähnlichkeit mit dem hinduistischen Shiva der in seinen verschiedenen Aspekten ebenfalls diese Eigenschaft besitzt).
Er ist ein androgynes Wesen halb Frau halb Mann. Er vereint in sich die Gegensätze, überwindet die Polaritäten und ist somit der Ursprung des Seins. Da er sich selbstbefruchten kann, übernimmt er gleichzeitig die Rolle die in anderen Kulturen bzw. Traditionen die Göttin einnehmen würde. Nämlich Erschaffend und gebend.
Die Handzeichen stehen für Gnade und Gerechtigkeit oftmals auch wie Oben so auch Unten bzw. Makrokosmus / Mikrokosmus.
Die Fackel auf seinem Kopf die also aus dem Kronenchakra entspringt trägt die Bedeutung von Wissen und Weisheit. In diesem Fall auch für Selbsterkenntnis.
Der tierische Anteil könnte auch ein Hinweis mit Urinstinkt des Menschen gedeutet werden. Das häßliche aber gepaart mit Flügeln die wiederum das göttliche vertreten. Also das auseinandersetzen mit seinem eigenen Unbewußten , tierischen Anteil. Die Schattenseite, die "negativen" Anteile des Charakters.
Ziegen bzw. Mischwesen in den verschieden Kulturen:
Der Bock symbolisiert in den meisten Kulturen Zeugungskraft, Ausgelassenheit.
- Die Ziege Heidrun aus deren Euter Met fließt. Eine Legende der Germanen. Sie stellt den Überfluß und das Schöne von Walhalla da.
- Thors Wagen wird von Ziegen gezogen. Auch sie zeigen sich als nützlich. Wenn sie geschlachtet werden um Fleisch zu haben, konnte Thor sie immer wieder beleben.
- die römische Juno wurde Ursprünglich in einem Ziegenfell gekleidet dargestellt. Zusätzlich trägt sie die Hörner einer Ziege. Somit ist sie eine gehörnte Göttin. Sie gilt als jugendliche dynamische Fruchtbarkeitsgöttin. Erst wesentlich später setzte man sie an Jupiters Seite und machte aus ihr eine Göttin der Ehe und Mütterlichkeit.
- der griechische Pan. Halb Mensch, halb Ziege. Der Inbegriff der Fruchtbarkeit. Urvater der Satyren die wiederum mit Ziegenfüßen und Ziegenschweif dargestellt wurden.
- Es gibt zwei Aussagen darüber wie Zeus großgezogen wurde. Die eine besagt das die Nymphe Amaltheia ihn mit der Milch einer Ziege aufgezogen hat, die andere erzählt das Amaltheia selbst eine Ziege war. Wie auch immer, Zeus verwandelte aus großer Danbarkeit die Hörner der Ziege in Hörner des Überflußes.
Das Fell dieser Ziege wurde später zu Athenas legendärem Schild verarbeitet.
- Im Ägyptischen gibt es den sogenannten Bock von Mendes(Djedet). Ein Lokal verehrter Gott in Widder später auch in Ziegengestalt. Er stand ebenfalls für Fruchtbarkeit aber war auch eine Art Richter bzw. Schlichter im Streit zwischen Horus und Seth.
Märchen von Ziegen:
Da wäre der Wolf und die sieben Geißlein zu nennen. Das clevere Geißchen trickst tatsächlich den bösen Wolf aus.
Tischlein deck dich. Die Söhne des Schneiders suchen der Ziege die besten Blätter und Gräser. Trotzdem erzählt die Ziege zu Hause das sie absolut nicht satt ist, weil sie leider zu wenig zu essen bekam, woraufhin der Schneider seine Söhne verstößt. Zugegeben, hinterhältig aber dennoch äußerst listig.
Die Ziege und ihre natürlichen Eigenschaften:
Warum taucht das Ziegentier so oft in Mythologien auf? Warum nehmen Götter ihre Gestalt an?
Fangen wir bei den Augen einer Ziege an. Die Pupillen der Ziegen sind nicht wie die eines Menschen rund sonder quer. Es sind regelrechte Schlitze. Diese geben der Ziege eine möglichst gute räumliche Umsicht. Als Fluchttier ist das sehr praktisch. Außerdem verengen sich die Pupillen der Ziege auch im hellen nicht merklich. Die Schlitzform bleibt bestehen. Da diese Pupillenform dem Blick einer Ziege etwas ganz besonderes gibt wurde ihr oft im Volksglauben etwas teuflisches angedichtet.
Ziegen sind geschickte Kletterer und haben eine hohe Intelligenz. Wer einmal gesehen hat wie geschickt eine Herde Ziegen einen Elektrozaun nach Schwachstellen absucht der weiß bescheid.
Obwohl Ziegen Herdentiere sind haben sie in der Gruppe eine große Individualität und sind innerhalb der Herde eigenständig.