Die Kräuter

Die Mistel = Viscum album
andere Namen: Druidenfuss, Hexennest, Wintergrün, Heiligheu

Die Mistel ist eine immergrüne Pflanze die als Halbscharotzer besonders auf Laubbäumen zu finden ist. Ihre Samen verbreitet sie durch den Kot von Vögel oder auch einfach indem sie am Schnabel eines Vogels kleben bleibt und sich auf diese Weise zu anderen Bäumen bringen läßt. Eine Mistel kann ihren Wirt durchaus schwächen weshalb sie auf Obstbäumen kein Gerngesehener Gast ist.
Dennoch gibt es auch die Theorie das die Mistel zu den Strahlensuchern gehört und deshalb mit Vorliebe auf solchen Bäumen gedeiht , die auf pathologischen Störfeldern wachsen. Es könnte sogar möglich sein das die Mistel diesen Bäumen damit einen großen gefallen tut, indem sie die Strahlen filtert die dem Baum dadurch weniger Schaden zufügen.

Wesen und Signatur der Pflanze:
Die Mistel wird dem Wasser und Luftelement zugeordnet und steht somit für Gefühle, Leichtigkeit und Urenergien.
Die Leichtigkeit wird auch von der Schwerelosigkeit der Mistel bestätigt; denn die Mistel wächst nicht in eine bestimmte Richtung. Auch von der Lichteinstrahlung läßt sich ihr Wachstum nicht beeinflussen. Sie Wächst in alle Richtungen und bildet auf diese weise mächtige Kugeln, oft mit einem Durchmesser von einem Meter.

die Mistel galt besonders bei dem keltischen Volk als heilige Pflanze:

Die Menge hingerissen lauscht,
Mit heil´ger Mistel krönt dein Haupt,
Mit Mistel Eichenkranz dir windet,
Heil dem Druiden tönend kündet.
(Walisisches Druidenlied aus dem 18. Jahrhundert.)

Die Druiden halten nichts für heiliger als die Mistel und den Baum auf dem sie wächst.
Man findet die Mistel sehr selten;
und hat man sie gefunden so wird sie mit großer Ehrfurcht abgenommen,
vor allem am Tage des sechsten Mondes.
Sie nennen die Mistel in ihrer Sprache "die alles Heilende"
(Plinius Secundus)

Bei den Germanen hat die Mistel nicht ganz so einen guten Ruf, denn durch einen Pfeil aus Mistelholz wurde Baldur getötet. Die Mistel hatte als einzige unter allen Pflanzen , der Göttermutter Frija, nicht das Versprechen gegeben, Baldur nicht zu verletzen.

In der griechischen Mythologie öffnet die Mistel die Tore zu Unterwelt

Im christlichen Volksglaube heißt es das das Kreuz an dem Jesus starb aus Mistelholz gefertigt wurde. Früher wäre die Mistel ein stolzer Baum gewesen doch nach dieser peinlichen Angelegenheit verkrüppelte sie aus Scham zu einem armseeligen Scharotzer der von nun an jedem Menschen Glück bringen muss.
Aus diesem Grund gilt die Mistel an große Schutzpflanze.
Kleinen Kindern wurde sie um den Hals gehängt.
Die Beere in Silber eingefasst gilt als Schutz vor dem Bösen.
Jägern bringt der Mistelzweig Glück bei der Jagd.
Sich unter einem Mistelzweig zu Küssen sichert die Liebe für ein weiteres Jahr.
Misteln über dem Bett sollen vor Alpträumen schützen.

Inhaltsstoffe: Lezitin, Saponine, Alkaloide

Wirkung: Blutdruckregulierend, Schlaffördernd, Konzentrationsschwäche, Arteriosklerose,Schwindel, Tinnitus, ....
Anwendung als Kaltwasserauszug oder Tinktur
Auch in der Krebstherapie wird die Mistel eingesetzt.
Die Beeren der Mistel sind giftig!!!!

Räucherung:
Mistel gehört natürlich in eine Julräuchermischung.
Vor dem Schlafen gehen um schöne Träume zu haben, Wahrträume zu bekommen etc.