Die Kräuter

Wermut = Artemesia absinthium
Namen: Grüne Fee, Besenkraut, Wurmkraut, Magenkraut.

Artemesia absinthium und seine Namensgeberin Artemis
Der Name Artemesia kommt von der griechischen Göttin Artemis der diese Pflanze geweiht ist. Artemis ist eine Göttin der Frauen und der Natur. Den Wermut dieser Göttin zu weihen ist nur natürlich da der Wermut viel im Bereich der Frauenheilkunde zur Anwendung kam und kommt. wermut fördert die Blutung wird bei Beschwerden durch zu schwache Mensis eingesetzt. Auf keinen Fall darf er bei Schwangeren eingesetzt werden wegen dem Risiko einer Fehlgeburt. Daraus kann man schon ableiten das Artemesia eine Pflanze war die zur Abtreibung genutzt wurde. Artemis als die Jungfräuliche Jägerin und Beschützerin der Frauen - Artemesia absinthium (Artemesia = Unversehrtheit) das die Unversehrtheit bei ungwollter Schwangerschaft wiederherstellte.
Die gleiche abtreibende Wirkung wurde eingesetzt um den Geburtsvorgang einzuleiten und die Geburt zu erleichtern. außerdem fördert er das Austreiben der Nachgeburt.

Artemesia und Frau Holle
Was den Griechen bekannt war, wußten offenbar auch die Germanen bzw. die germanischen Frauen. Der Beifuss (Artemesia vulgaris oder wilder Wermut) war hier der Geburtengöttin Holla geweiht. Während der Geburt hielten die Frauen Artemesiabüschel in ihren Händen ; zu ehren der Göttin die nun eine neue Seele auf die Welt brachte ; und um dem Kind selbst den Übergang aus der Anderswelt in die diesseitige Welt zu erleichtern.

Ebefalls bekannt ist das die Germane Beifussbüschel in den Scheiterhaufen der Verstorbenen warfen.

Wermut hält Ungeziefer fern. Deshalb wurde Wermut an Orte gepflanzt von denen man Mäuse fern halten wollte. Nach römischer Sitte setzte man der Tinte Wermuttinktur bei um die Mäuse vom wertvollen Papier zu verscheuchen.
Das er als Wurmmittel eingesetzt wurde um Spulwürmer zu beseitigen ist eine weitere Eigenschaft unerwünschtes loszuwerden.

Wermut regt den Stoffwechsel an besonders die Magensaftproduktion ebenso wie die Gallenproduktion. Es ist also in jeder Hinsicht eine Pflanze die die Verdauung unterstützt und fehlt in keinem Kräuterlikör.

Wesen und Signatur:
Artemesia absithium ist eine Pflanze die kein großes Aufsehen erregt. Sie ist unscheinbar, hat keine große Blütenpracht. Im Gegenteil, die kleineren Blüten richten sich nicht der Sonne entgegen sondern schauen nach unten auf die Erde. Es scheint als wäre diese Pflanze eher introvertiert. Sie blüht für sich allein ; ist in sich gekehrt und trägt ein Krauses Kleid.
Der Wermut ist von höchst bitterem Geschmack und hat dabei trotzdem ein unvergleichlichwes Aroma. Was er auf der körperlichen Ebene für den Stoffwechsel tut, das erreicht er auch auf seelischer Ebene. Emotionen und Gefühle werden im positiven Angeregt. Er vertreibt Depression und fördert Aktivität.
Daher wird in vielen Büchern darauf hingewiesen geschwächten und depressiven Menschen Wermut zu verabreichen um ihnen die Lebensfreude zurück zu geben.

Anwendung:
Als Infusum 3 x tgl. vor dem Essen. Kurmäßig angewand
- Zum Appetitanregen
- Magensaftproduktion
- Gallensaftproduktion anregend.
- Menstruationsfördernd
- Keimtötend
- bei Wurmbefall

Bei Überdosierung kommt es wegen dem Inhaltsstoff Thujon der Nerventoxisch wirkt zu Schwindel, Kopfschmerz, Bewußtlosigkeit, Muskelkrämpfen etc. Daher ist große Vorsicht geboten bei dem Getränk Absinth. Die Nerven können bleibend geschädigt werden!!!!!!!!!

Räucherung:
Besonders in weiblichen Übergangsritualen, Geburt, Pupertät, Wechseljahren.
Zur Reinigung
Wärmende , Entspannende Wirkung.
Stärkt die Heilkräfte und sollte von Menschen die in Heilberufen tätig sind regelmäßig geräuchert werden.
Zu ehren der Göttin Artemis.
Zu ehren der Frau Holle ; in diesem Zusammenhang auch in den Rauhnächten geräuchert. Nicht nur wegen Holla sondern auch für Wotan und sein wilde Jagd. Denn auch Wotan war der Beifuss heilig.
Rauhnächte, Wintersonnenwende.