Die Kräuter

Der Bärlauch

weitere Namen: Hexenzwiebel, Waldknoblauch

die Bedeutung des Namens stammt wohl aus keltischer und germanischer Zeit.  So wie man den Pflanzen bestimmte Bedeutungen zusprach, so hatten auch die verschiedenen Tiere Symboliken. Im Falle des Bärlauchs, spricht man der Pflanze die Bedeutung des Bäres zu.
Kraft und Stärke.
Doch nicht nur die Kraft und die Stärke verbinden Pflanze und Tier.
Beide gelten als Frühlingsboten. Der Bär gilt als Mittler zwischen Winter und Frühling. Wenn er aus seinem Schlaf erwacht ist das ein Vorzeichen des kommenden Frühlings.
Das gleiche gilt für den Bärlauch. Er ist nicht nur ein Symbol des Frühlings, er wird auch für die "Austreibung" des Winters im Körper des Menschen gebraucht; Nämlich um alte Schlackstoffe und Müdigkeit aus uns zu treiben. Zur berühmten Frühjahrskur gehört der Bärlauch einfach dazu.
Auch hier treffen sich Tier und Pflanze. Der Bär gilt als Tier das sich gezielt durch das fressen bestimmer Pflanzen heilt. Und im Frühling konnte man wohl einst beobachten wie der Bär durch die Aufnahme des Bärlauchs zu neuen Kräften gelangte, nachdem der Winter an ihm gezehrt hatte.

Bärlauch und die Götter
Da man diese Pflanze wohl schon immer mit dem Bären verbindet könnte man ihn Göttern in Bärengestalt zuordnen. Vielleicht wurde das auch getan. Überlieferungen dafür konnte ich allerdings nicht finden.

Der Bärlauch könnte eine Verbindung zur Göttin Ursel / Horsel haben. Ihr Name bedeutet Bär und sie wurde besonders von den Sachsen verehrt. Hier galt sie als Beschützerin der Krieger.
Auch mit der keltischen Artio (Bärin), einer Göttin des Krieges in Bärengestalt, kann er in Verbindung stehen.

Mit der römischen Göttin Ceres steht der Bärlauch aus anderem Grund in Verbindung. Er sollte gegen Impotenz helfen und so stelle man aus seinem Saft, gemischt mit Koriander einen Liebestrank her. Außerdem wurde der Bärlauch zu dem Fest der Ceres ( im April ) gegessen um fruchtbarer zu werden. Ceres bedeutet soviel wie Wachstum; Und wer die massenhafte Ausbreitung des Bärlauchs über den Waldboden beobachtet hat, erkennt da durchaus einen Zusammenhang.

Wesen + Signatur

Erfolg, Kampf und Stärke; Diese Aussagen treffen auf den Bärlauch zu wenn man ihn genauer betrachten.
Er ist eine der ersten Frühlingspflanzen. Wo der Bärlauch wächst, vertreibt er alle anderen Frühlingspflanzen. Flächenhaft wie ein ganzes Heer breitet er sich auf dem Waldboden aus und übertrifft mit seinem Geruch alle zärtern Düfte des Waldes.
Umkehrung, Umwandlung, Heimlichkeit, Unterscheidung;  Der Bärlauch zeigt uns seine verkehrte Seite. Was wie die Oberfläche erscheint ist in Wirklichkeit die Unterseite seiner Blätter. Am Anfang wachsen seine Blätter gerade hoch. Doch durch die Schwere biegen sie sich nach hinten um.Es kommt also zu einer Umkehrung der Verhältnisse

Magie
Genau für die oben beschriebenen Bedeutungen kann man Ihn einsetzen.
Erfolg, Kampf, Stärke oder die Umwandlung von Dingen. Auch in Ritualen bei denen man auf der Suche nach der Wahrheit ist kann man ihn nutzen.
- Umkehr, - nur eine Seite sehen,-  die falsche Seite zeigen ,- Unterscheidung

Für Reinigungszwecke: Er vetreibt wie Knoblauch negative Energien.

Um Diebe zu erkennen soll man sich den Bärlauch über Nacht an seinen linken Arm binden, dann wird einem das Gesicht des Diebes erscheinen. Dieser Volksglaube hat gleich mehrer Bedeutungen.
- auch hier kann man die Bedeutung von der Signatur ableiten, denn der Dieb zeigt uns höchstens seinen Rücken aber nie sein Gesicht.
- Bärlauch und Träume haben eine enge Verbindung zueinander. Der Bär kommt erneut ins Spiel. Bären werden als Visionstiere angesehen. Sie gelten als  Beschützer des Träumenden und Sie bringen gelegentlich auch die Träume und Visionen. Das läßt sich vom langen Winterschlaf des Bären ableiten.
Folglich läßt sich der Bärlauch bei der Visionssuche oder beim Wahrträumen einsetzen.

Und selbstverständlich auch für Liebeszauber. Wobei hier eher auf sexuell ausgerichtete Ziele hingearbeitet wird; Fruchtbarkeit, Macht, Vermehrung

Element:
Wasser der Bärlauch steht diesem Element am nächsten da er am besten in feuchten Wäldern gedeiht. Außerdem wirkt er auf die Körpersäfte

Wirkungen auf den Körper:
- Blutreinigung über die Niere
Daher gut für die Grühjahrskur geeignet. Durch diese Reinigung werden wir wieder munter und fröhlich.
- Abwehrsteigerung durch den hohen Vit. C Gehalt

Ein altes Sprichwort sagt:" Iss Porree im Frühling und Bärlauch im Mai, dann haben die Ärzte im nächsten Jahr frei."

- Blutdrucksenkend
- beugt bei regelmäßigem Verzehr der Arteriosklerose vor

- stärkt die Verdauung => auch das wissen die Bären zu schätzen , denn im Herbst essen sie viele schwerverdauliche Dinge wie Rinde und Wurzeln. Das alles will im Frühling erst mal verdaut und ausgeschieden werden.

 

Anwendung:
Als Bärlauchwein oder Tinktur,
am besten jedoch frisch als Salat, Pesto,... es gibt unzählige Rezepte mit Bärlauch. Ganze Kochbücher wurden darüber geschrieben