Die Santeria ist eine Naturreligion, welche in Kuba gelebt wird. Ihre Wurzeln kann man als afro- kubanisch bezeichnen. Durch den regen Sklavenhandel, welcher soweit ging das Mitte des 19 Jh. die Hälfte der Bevölkerung Kubas aus Sklaven bestand, wurden die afrikanischen Wurzeln der Santeria “geboren”.
Durch die Zwangschristianisierung waren die Afrikaner dort gezwungen einen Deckmantel für Ihre Art der Religion zu finden. Diese fand man dann in den "Heiligen" der katholischen Kirche. So konnten sie ihre Orishas, also Mittler zwischen der Menschen- und der Götterwelt, weiterhin verehren und die Kolonialherren dachten sie wären “zivilisierte Christen” geworden.
Das Ganze ging sogar soweit das die Sklaven angehalten wurden "Bruderschaften" sogenannte (Cofradias) zu gründen um neu ankommende Sklaven aufzufangen und im "Christlichen" Glauben zu unterrichten. Das gab der Santeria die Möglichkeit auch weiterhin zu bestehen und ihren Anhängern den Orishas auch weiterhin die Treue zu halten.
Heute versucht man eher wieder zu den eigentlichen Wurzeln zurückzukommen, in dem der mit einem christlichen Hintergrund behaftete Name “Santeria” weniger benutzt wird sondern eher Namen wie “Regla de Ocha” oder “Regla Konga”.
Eine besondere Bedeutung hat der Ahnenkult in dieser Religion sowie auch das Orakeldeuten.
Für genauere Informationen hierzu empfehle ich das Interview mit der Deutschen Santeriapriesterin Varuna Holzapfel, welches wir geführt haben und ihr unter Interviews finden könnt, zu lesen. Niemand sonst kann glaube ich diese Religion besser erklären wie ein eingeweihter.