Jahreskreis

Das Jahresrad wird traditionell als ein Rad mit 8 Speichen dargestellt. Die Feste liegen über das ganze Jahr verteilt und gründen sich auf die überlieferten Festen von Kelten und Germanen.
Die Jahreskreisfeste symbolisieren Ereignisse und bestimmte Punkte im Jahr, wie zum Beispiel die Tag und Nacht Gleichen,
Die Sonnwendfeste aber auch
Mondfeste die das Jahresrad in Jaheszeiten unterteilen.

Einige dieser Feiern sind bestimmten Gottheiten gewidmet wie Lughnasad – Lugh oder Imbolc der Göttin Brigid.

Doch auch wenn Ihr keinen Götterglauben habt lassen sich diese Feste feiern. Seht sie einfach als Abschnitte des Jahres die Euch näher zu Mutter Erde bringen. Durch das feiern findet Ihr wieder näher zum Rhythmus der Erde. Es ist sogar besser keine Gottheiten zu ehren als wenn man krampfhaft versucht etwas göttliches zu feiern mit dem man aber ansonsten nicht arbeitet.

Von Tradition zu Tradition werden die Feste anders gefeiert. So sieht man beim Wicca die Feste als Kreislauf des Sonnengottes der von der Göttin zu Jul geboren wird, heranwächst, zu Beltaine als Mann die große Ehe mit der Göttin vollzieht; daraus entsteht die Fruchtbarkeit der Erde. Zu Lughnasad / hier meist Lammas genannt, opfert sich der Gott zum Wohle des Volkes was die Ernte des Kornes symbolisieren soll. Dann stirbt er bis Mabon oder ( von Coven zu Coven verschieden ) er stirbt erst an Mabon um dann zu Samhain in die Unterwelt zu reisen.

In anderen Kreisen symbolisieren die Feste eher Ereignisse die für unsere Ahnen von Bedeutung waren. Feste der Aussaat, des Wachstums, der Ernte; Feste zu Ehren der Toden.

Wie Ihr Euch den Jahreskreis einrichtet, welche Bedeutung die einzelnen Feste haben , ist ganz Eurem Gefühl überlassen. Manche Feste können auch mehrere Bedeutungen haben und es spricht nichts dagegen sie alle in seinem Herzen zu tragen. Samhain gilt als Ende des Jahres, denn die Natur ist symbolisch am Ende Ihrer Kraft,... sie stirbt. Gleichzeitig ist Samhain ein Todenfest und nicht zu vergessen das letzte Erntefest.

Die Jahreskreisfeste kann man alleine oder gemeinsam feiern. Übrigens auch mit nicht naturreligiösen Menschen. Die Feste müssen ja nicht zwangsweise heidnisch gestaltet sein. Ich denke lieber zu Beltaine eine schöne Grillparty mit Freunden, ausgelassnes Tanzen und hohe Feuer als gar nicht feiern.

Doch auch alleine lassen sich diese Feiern gestalten. Einfach mit einem Spaziergang durch die Natur an den jeweiligen Festen um sich der Kraft der Natur bewusst zu werden. Eine schöne Dekoration des Altars , eine kurze Meditation über diesen besonderen Tag, kann schon ausreichen um sich wieder an den Kraftfluss von Mutter Erde an zu gleichen .

Samhain/Samain/Halloween/Allerheiligen:


Unsere Magiegruppe an Samhain, Kochen mit Kürbisgrinsen und Tarotlegen

Termin: 31 Oktober auf 1. November
Samhain ist das 3. und letzte Erntefest des Jahres. Was nun noch auf Bäumen und Hecken hängst muß für die Geister der Natur dort bleiben
Samhain ist das Ende des alten Jahres und das neue beginnt.
Außerdem ist es das Totenfest. Das christliche Allerheiligen baut auf dieser Tradition auf.
Die Schleier zwischen allen Ebenen sind sehr dünn und der Kontakt zu Ahnen und Göttern fällt leicht. Der Brauchtum hält jede Menge Vorsichtsmaßnahmen gegen unerwünschte Geister und bösartige Kreaturen bereit. Bösartig grinsende Kürbisse sollen diese in die Flucht schlagen. Eine Tradition die mit den Iren nach Amerika auswanderte und von dort in letzter Zeit, leider in amerikanisierter Form, zu uns herüberschwappt.

Symole: Kerzen, Grabkerzen, Herbstlaub, Kürbisse, Fotos von lieben Verstorbenen
Farben: schwarz, orange, braun
Essen: Kürbisgerichte.
Trinken: Met
Räucherung: Cedernholz, Thuja, Wacholder Patchouli => Erdig, Leben - Tod Bedeutung
Götter die in Verbindung mit Samhain stehn: Cerridwen, Morrigan, Hekate , Kali
Zeit altes loszulassen und mit dem Jahr abzuschließen.
Bewußt werden das jetzt die dunkle Jahreszeit beginnt. Einplanen von langen Abenden. Kürbisse aushöhlen. Den Kobolden ein Schüßelchen Milch rausstellen.
Reinigung der Wohnung.
Samhain Rezepte!


Yule, Jul, Wintersonnwende
Am. 21. Dezember ist der kürzeste Tag und dafür die längste Nacht des Jahres. Gleichzeitig wie ein Hoffnungsschimmer weiß man das am Tag der tiefsten Dunkelheit das Licht zurückkommen wird. Von heute an werden die Tage länger. Traditionell wurden an Jul große Feiern abgehalten um morgens den Tagesanbruch zu begrüßen.
Licht , Hoffnung => Weihnachten gründete sich auf diesen Tag.
An Jul beginnen die Rauhnächte die bis zum 6. Dezember anhalten. In Ihnen sagt man sich ist Wotan und die Göttin Holla, uns auch bekannt als Frau Holle unterwegs. Sie haben die Verstorbenen dabei und hinterlassen Fruchtbarkeit. ( Hier mischt sich der Glaube der Kelten mit denen der Germanen )

Symbole: Immergrüne Pflanzen wie Stechginster, Tanne, Efeu, Immergrün, Mistel

Farben: Grün, rot,

Essen: Julgebäck, Wildgerichte,
Trinken: Glühwein
Bräuche: Festessen. Nachtwachen. Adventskränze als Jahresrad.
Nur Kerzenlicht, dann alle Kerzen löschen und die Dunkelheit spüren. Kerzen dann neu entzünden. Als neuer Anfang!
die heilige Sau ( Erdgöttin ) germanischen Ursprungs.

Räucherung : Mistel und Tanne, Nelken, Zimt, Kardamon

Geschenke als zeichen der Liebe und Zuneigung
Pläne für das kommende Jahr machen.

Modraneht oder übersetzt Nacht der Mütter, Mütternacht.



Ein Fest das eng mit Jul verbunden ist und meist vom 19. auf den 20. Dezember begangen wurde. Es ist skandinavischen, germanischen Ursprungs

Auch bei den Römern war dieses Fest bekannt. Hier unter dem Namen "matrum noctem"

Es ist die Nacht in der , laut nordischer Mythologie, die Disen , weibliche Göttinen, verehrt wurden. Disen aus der Sicht der Edda gelten als Führerinnen der Toten während sie im isländischen Glauben als die Seelen aller verstorbener Frauen gelten. Somit wäre die Mütternacht auch ein Fest für unsere Ahninnen .

Hauptsächlich gilt es aber der sog. Stammesmutter, oder der Matrone, also Muttergöttin-

Der Tag und die Nacht vor Jul ist Frigga, der Göttin der Ehe und Mutterschaft gewidmet.

Für viele ist die Mütternacht der Beginn der Rauhnächte in denen Holla oder Perchta durch die Lande ziehen um getane Arbeit zu belohnen.

Die Mütternacht könnte eine Nacht zu ehren der Mütterlichkeit, zu ehren aller Mütter, seien Sie jetzt göttlichen oder auch menschlichen Ursprungs, sein. Eine Art heidnischer Muttertag.

Da im naturreligiösen die Erde als unser aller Mutter angesehen wird , wäre ein Ausflug in Mutter Natur an diesem Tag besonders geeignet, ebenso kleine Opfergaben an persönlich heiligen Plätzen die eine weibliche Bedeutung haben. Ursprüngliche Opferplätze der Matronen lagen auf Hügeln doch es gibt auch Nachweise für Baumheiligtümer die Matronen gewidmet waren. Hier wurden Wünsche ausgesprochen und die Muttergottheit schenkte den Bittenden Ihren Schutz.



Imbolc/Oimelc/Brigit/Lichtmess:

Am 1. Februar feiern wir das Lichterfest. Dieses Fest liegt zwischen Der Dunkelheit von Jul und der Frühlinstagundnachgleiche. Dieser Tag ist zu ehren der irischen Göttin Brigid. Göttin des Lichtes und des Feuers.
Zeit den Winter langsam zu verabschieden.
Zeit der Milch den Früher war dies die Zeit in der die Schafe bald ihre Niederkunft hatten und die Milch anfing zu fließen.

Symbole: Schneeglöckchen, weiße Kerzen, Bergkristall, Schaffell, Quellwasser
Essen: Schafskäse, Käse, Milchprodukte oder auch Eingemachtes ( als symbol für das aufbrauchen der Reste des letzten Jahres )
Trinken: Milch
Farbe: weiß
Räucherung: Weihrauch, Ingwer ( erwärmend feurig )
Brauch: Innerliche und äußere Reinigung, Gefrorene Erde aus dem Garten in eine Schüßel, Teelicht oder Kerze reinstecken. Symbol für auftauen der Erde. Rasseln und Trommeln. Alle Kerzen fürs nächste Jahr heute Segnen., neues Quellwasser segnen.
Götter: Fest zu ehren von Brigid ( Göttin des Kessels und des Lichtes ) aber auch die keltische weiße Pferdegöttin Epona mit ihrer Kraft und Stärke.


Ostara/Frühlingstagundnachtgleiche/Frühlingsäquinox/Alban Eiler/Ostern:



Am 21. März ist Frühlingsanfang

Hat das Licht die Dunkelheit besiegt? Mutter Erde ist aus dem Schlaf erwacht. An die erste Aussaat ist zu denken. Im Märzen der Bauer die Rösslein einspannt,....
Die Vögel zwitschern morgens und warme Sonnenstrahlen erhellen unser Gemüt.
Weidenkätzchen können gesammelt werden. Vielleicht machst du einen schönen Osterstrauss. Heute sind Tag und Nacht gleich lang. Aber ab morgen wird das Lich überHand nehmen.

Symbole: Fruchtbarkeitssymbole wie Eier, Hasen. Frühlingsblumen.
Farben: Gelb, bunt
Räucherung: Birkenblätter,
Essen: Frühlingsessen,... Bärlauch, Löwenzahn.
Trinken: wie wärs mit Eierlikör? Alles erlaubt was Frühling symbolisiert.
Bräuche: Eier färben, Ostersträuße, Die erde von Imbolc in den Garten zurück bringen. Winter endgültig vertreiben mit tänzen, rasseln. Aussähen. Ideen in Pläne umsetzten. Ein Ei mit einem Wunsch laden und im Wald vergraben.
Götter: Eostre/Ostara, Epona



Beltaine/Beltane/Belteine/Walpurgis:


Nacht auf den 1. Mai
Das ist neben Samhain der Höhepunkt des keltischen Jahres. Es ist Samhains Gegenpol. Der Frühling ist auf dem Höhepunkt. Fast beginnt der Sommer!
Es ist das Fest der Fruchtbarkeit und des Lebens. Ein Fest zu ehren des Lichtgottes Bel. Übersetzt soviel wie Bels Feuer. Durch diese Feuer wurde das Vieh getrieben um es zu reinigen und zu segnen. Beltaine gilt als Vereinigung des Lichtgottes Bel mit der Erdgöttin und aus ihrer Fruchtbarkeit entsteht das Leben für das Land und die Menschen.
Die Natur erstrahlt im hellsten grün und in allen Farben.

Symbole: große Feuer, bunte Bänder, Blütenkränze, rote Kerzen
Farben: Rot
Essen: Erdbeeren, Rabarberkuchen,
Trinken: Maibowle, Rotwein
Räucherung: Waldmeister, Styrax, Rosenblüten
Bräuche: Fröhliche Bänder in Bäume binden, Tänze, Singen. Weiblichkeit entdecken, Männlichkeit entdecken. Feuer, vielleicht erstes grillen mit Freunden. , zweisamkeit mit dem Liebsten
Götter: Bel, Artemis / Diana, Freya

Litha/Sommersonnenwende/Mittsommer/Alban Heffyn oder Heruin/Johannistag:

21. Juni
Sommeranfang, der längste Tag des Jahres und damit Gegenstück zu Jul mit der längsten Nacht.
Das Licht ist auf dem Höhepunkt angelangt.
Ab heute nimmt die Dunkelheit langsam aber sicher zu.
Heute ist die Eiche auf dem Höhepunkt ihrer Kräfte.

Symbol: Eichenblätter, Johanniskraut, bunte Blumen, Elementwesen haben einen erstaunlichen Bezug zu diesem Tag obwohl zu Beltaine die Schleier lichter sind. Margerithen,
Räucherung: Johanniskraut, Eicheln vom letzten Jahr, Copal,
Essen: Sommerfrüchte , Sommergemüse , Honig aus Sommerblüten
Trinken: Wein der 1 - 2 Tage mit Eichenblättern angesetzt war, Met
Farbe: bunte wie die Sommerblumen
Bräuche: Johanniskraut für Ölansetzung um die Mittagszeit sammeln. Blüten zu Sträußchen binden und trocknen bringen Glück ins Haus
Ebenfalls ein Feuerfest also Feuer im Grill. Kerzen auf kleinen Flößchen im Fluß treiben lassen.
Nachdenken ob die Pläne und Ziele sich richtig entwickeln. Ruhe vor der Erntezeit, eine gute Zeit für Hochzeiten.
Götter: der grüne Mann, Sonnengötter,



Lug(h)nasad(h)/Lammas/Schnitterfest:

1. August
zu Ehren von Lugh und seiner Amme Tailtu ( Erdgöttin ) wurden in Irland sportliche Wettkämpfe abgehalten.
Hauptsächlich ist es das erste Erntefest. Das Korn wird geerntet wenn denn alles gut gegangen ist. Die Sonne hat jetzt alles im Griff und ihre glühende Hitze hängt über dem Land und leitet gleichzeitig auch das absterben der Pflanzen ein. . Gewitterregen ist gefürchtet und trotzdem eine kühle Erleicherung.

Symbol: Kornpüppchen, Gebildebrot zu Ähren geformt, Sichel, Kornblumen, Mohnblumen
Farbe: Rot wie das Blut
Essen. Frisches Brot, Früchte und Beeren
Trinken: Roter Wein
Räucherung: Kornblumen, Bernstein, Lemongras,
Bräuche: Blot, Brotbacken und ein stück im Wald verteilen, Opferungen an Natur, Spirituell das Ernten was man im Frühjahr gesäht hat. Gedanken über Geburt, Tod, Transformation,
Götter: Lugh, Tailtu,

 

Traditionelles verbrennen der Kornpuppe an Lughnasad

Mabon/Herbsttagundnachtgleiche/Herbstäquinox/Alban Elved oder Elued:


Mabon/ Herbsttagundnachtgleiche / Weinfest
21. September
Gegenpart zu Ostara. Tag und Nacht sind wieder völlig gleich. Doch ab morgen nimmt die Dunkelheit überhand. Die ersten Regentage setzten ein und das Herbstlaub fällt von den Bäumen. Herbstwinde ziehen über die Lande.
das 2. Erntefest. Jetzt für Obst und besonders für die Traube
Zeit sich auf den Winter vorzubereiten

Symbol: Weintrauben, Äpfel, Hagebutten, Weinlaub, Sonnenblume
Farben: Herbstfarben
Essen: Apfelkuchen,
Trinken, Traubensaft, Apfelsaft, Hagebuttenlikör, Wein
Räucherung: Beinwellwurzel, Wacholder, Sandelholz,
Bräuche: Innere Besinnung, Opfergaben an die Natur, Alten Balast loswerden
Götter: Weingötter wie Bacchus, sterbende Götter wie: Lugh, Persephone, der grüne Mann.