Der Wolf kommt in unendlich vielen Kulturen und Traditionen zum Vorschein.
Er schleicht durch Märchen und Mythen. Sogar in Namen hat man dieses Tier verehwigt und er kommt sogar weit häufiger als so manch anders Tier darin vor.
Einige Beispiele wären Wolfgang, Wolfhard, Wolfram aber auch in Rolf, Rudolf etc.
Das alles zeigt wie Bedeutungsvoll der Wolf ist.
Da unsere Ahnen von der Jagd lebten sahen sie in dem Wolf ein verehrungswürdiges Vorbild, manchmal aber auch eindeutig den Nahrungskonkurrenten.
Nicht nur der Wolf an sich sondern auch anderen Caniden Arten kommen in Mythen vor.
Der Wolf als Wächter der Unterwelt
Das man den Wolf so oft mit Tod und Unterwelt in Verbindung bringt hat wahrscheinlich damit zu tun das er tötet um zu leben. Gleichzeitig gelten Wölfe und Hundeartige Tiere auch als Aasfresser.
In Ägypten haben wir den Schakalsköpfigen Anubis der ein Totengott ist.
Wepwawet => ebenfalls ein ägyptischer Totengott der als Schakal dargestellt wird. Er ist der "Öffner der Wege" für die verstorbenen Seelen. Er wird oft am Bug der Totenbarke gezeigt. Erst die Griechen sahen in ihm wohl einen Wolf und gaben deshalb seiner Hauptverehrungsort den Namen " Stadt der Wölfe"
Der Dämon Garm, ein riesiger Hund der Unterweltsgöttin Hel. Auch er bewacht den Eingang zum Reich der Toten
In der keltischen Mythologie gibt es viele Anderswelten. Eine davon ist Annwn - die Urtiefe. Sie liegt unter dem Meer und wird beherrscht von Arawn. Annwn ist die Heimat der Con Annwn , der Hunde Annwns. Sie sind weiß und gespenstisch und haben rote Ohren. Die Mythen handeln davon das diese Hunde Ihren Herren Arawn auf die Hirschjagd begleiten. Doch auch bei der Wilden Jagd sind sie mit dabei und bringen die umherschweifenden verlorenen Seelen zurück in das Land der ehwigen Jugend.
Der griechische Hund Kerberos bewacht freudig die Unterwelt. Er begrüßt jeden Ankömmling schwanzwedelnd , doch läßt er niemanden mehr zurück zur Erde. Nur Orpheus konnte ihn mit seinem Gesang bezaubern. Außerdem soll man ihn mit Honigkuchen bestechen können.
Die Unterweltsverbundenheit macht sich bei schamanischen Geistreise bemerkbar.
Der Wolf der einem in einer Unterweltgeistreise begegnet kann einen verstorbenen Ahnen darstellen der Kontakt aufnehmen möchte. Vielleicht um Euch eine wichtige Hilfestellung zu geben. Doch da der Wolf auch als " Hüter der Schwelle" gilt, kann er Euch an Schnittstellen zwischen den Welten begegnen.
Wölfe in Begleitung von Göttern
Odins Wölfe Freki und Geri der Gierige und der gefräßige
Zeus verwandelte seine Geliebte Leto in eine Wölfin um sie vor der Rache seiner Frau Hera zu schützen. Leto wiederum gebar Zeus Apollon der die Hirten vor übergriffen der Wölfe auf ihre Herden schützen sollte und Artemis, die frei im Wald mit Ihren Hunden umhestreifte.
Hekate auch als Unterweltgöttin bekannt wird von Hunden begleitet. Hundegeheul soll auf ihr erscheinen hindeuten.
Wölfe und der Untergang der Welt
Hati und Skalli jagen Mond und Sonne über den Himmel. Sollten sie sie jemals erreichen so wird das Ende der Welt gekommen sein.
Auch Managarm der Mondhund der sein Leben lang die Toten frißt, wird irgendwann so stark sein das er den Mond verschlingt. Dessen Blut wird dann die Sonne verdunkeln.
Der Fenriswolf der jetzt noch sicher angebunden ist wird sich zu Ragnarök losreißen und ebenfalls die Sonne verschlingen.
Wölfe und Mütterlichkeit
Wölfe haben einen großen Rudelinstinkt. Oft schon wurde beobachtet daseine Wölfin sich selbst in Gefahr bringt um ihr junges zu schützen. Ebenfalls ist es bekannt das sich die Tanten um die Jungen kümmern wenn die Mutter zur Jagd geht.
In der Mythologie wird Lupa diese Mütterlichkeit zugesprochen denn sie zieht Romulus und Remus auf.
Symbolik
Wölfe stehen oft für einen inneren Zwiespalt. Eine Entscheidung die getroffen werden muss. Eine alte Legende der Indianer bezeugt das.
"Ein alter Indianer sitzt mit seinem Enkel am Feuer. Er erklärt ihm das in seinem Herzen zwei Wölfe wohnen die oft miteinander kämpfen. Der eine ist wütend und rachsüchtig, der andere mitfühlend und liebevoll. Welcher der beiden Wölfe wird wohl gewinnen? fragt der Junge seinen Großvater. Der dem ich mehr Nahrung gebe! antwortet dieser.
Diese Geschichte verdeutlicht wie sehr der Wolf zwischen den Welten wandelt. Nicht nur zwischen Tag und Nacht, Sonne und Mond, dieser Welt und der Anderswelt, Erde und Unterwelt sondern auch der eigenen Gefühlswelt. Mütterlichkeit und Kampfeskraft.
Im allgemeinen gelten Wölfe als weise Ratgeber. Als Lehrer kann er Deine Sinne schärfen und Deine Intuition fördern. Besonders das Feinfühlen wird durch den Wolf gefördert
Der Indianer nennt den Wolf seinen Bruder. Sie sind gleich. Beide, der Mensch und der Wolf haben ähnliche Bedürfnisse die aber gerade in unserer Zeit viel unterdrückt werden. Freiheitsliebe. Ein Wolf als Tiergeist kann Euch teilhaben lassen an seiner Familiengebundenheit und trotzdem an seiner Einzelgängerischen Freiheit.
Kraft, Mut und Ausdauer sind Atribute die man dem Wolf ohne weiteres zuschreiben kann. Auch bei der arbeit mit Ihm könnt ihr das Erfahren
Fürsorglichkeit, Schutz und Geborgenheit, Loyalität, Teamgeist, Geselligkeit => wie auch im Wolfsrudel kann ein Wolf als Tiergeist Euch diese Gefühle vermitteln und lehren
Element:
Aus Sicht der Elemente könnte man dem Wolf die Erde zuordnen. Denn der Wolf gibt Bodenständigkeit und Halt. Doch Kraft , Mut , Kampfbereitschaft und Ursprungsenergie deuten auf ein großes Maß an Feuerenergie hin.