Die Trommel

Die Trommel ist eines der ältesten Instrumente der Menschheit. Wenn nicht als eigenständiges Instrument, so doch das Trommeln – Rhythmus erzeugt durch das Schlagen eines Steines auf einen anderen, von Händen auf Bauch oder Schenkel, das Stampfen auf der Erde.
Und die Trommel ist auch heute noch das am einfachsten zu improvisierende Instrument – wer‘s nicht glaubt, sollte einfach ein paar kleinen Kindern Töpfe und Kochlöffel zur Verfügung stellen.

Der Rhythmus einer Trommel ist faszinierend, er zieht magisch in seinen Bann. Sie ist ein mythisches Instrument. Man findet sie in allen Kulturen, auch wenn sie sich in verschiedenster Art und Weise präsentiert. Auch gibt es unterschiedliche Weisen die Trommel zu spielen – mit den verschiedensten Hilfsmitteln oder ohne, um ihr allerlei komplizierte oder weniger komplizierte Rhythmen und Töne zu entlocken. Aber sie ist auch ein wunderbares Instrument, für jene, die weniger virtuos oder vielleicht sogar „unmusikalisch“ sind, da sie auch leicht von Anfängern genutzt werden kann.

Die Trommel als Ritualtrommel ist ebenfalls fast überall zu gegen und kaum von der Seite von Schamanen, Hexen und Magiern weg zu denken.
Im Ritual kann die Trommel in vielen verschiedenen Arten zum Einsatz gebracht werden: man kann sich durch sie reinigen, Energie schöpfen oder erden, Tänze begleiten, die Herzfrequenz beeinflussen und den Bewusstseinszustand verändern, um zum Beispiel einen Trancezustand hervorzurufen.

Für viele Schamanen und Neoschamanen ist die Trommel einer der wichtigsten Ritualgegenstände überhaupt. Sie ist Freundin und Führerin in der Anderswelt, durch die sie geleitet und den Geist sicher wieder zurück trägt. In diesem Zusammenhang spricht man auch vom reiten der Trommel oder der Trommel als Reittier des Schamanen.
Die Trommel ist ein Quell der Inspiration – es ist nicht wichtig sie mit Können zu spielen, es zählt die Inbrunst mit der getrommelt wird, dann kann sie den tiefsten Gefühlen Stimme verleihen.