

Rudolf Steiner
* 27.02.1861 in Kraljevec Östereich-Ungarn (heute Kroatien)
+30.03.1925 Schweiz
Rudolf Steiner ist der Begründer der Anthroposophie (die Weisheit vom Menschen).
Während seiner Zeit am Gymnasium in Wien begeisterte er sich für die Lehren Darwins
und Goethes.Während seiner Arbeit im Goethe und Schiller Archiv in Weimar, entstand sein
Hauptwerk, "Philosophie der Freiheit".
Er beschäftigte sich mit der Literatur von Sigmund Freud, C.G.Jung und Nietzsche.
Nach seiner Promovierung zum Doktor der Philosophie geht er auf Vortragsreise durch Europa.
Seine Gedanken kreisen um dasThema Sinn und Zweck des Lebens. Er lehnt den Gedanken das der
Mensch von einem Schicksal geleitet oder von einem Gott gelenkt werde strikt ab. Seiner Meinung
nach ist die Aufgabe des menschlichen Darseins die, die der Mensch selbst ihm gibt. Er möchte
das die Menschen erkennen, das sie selbst und nicht ein Gott die gewalt über ihr Leben
haben. Er fordert die Menschen zu freiem Denken auf.
1902 tritt er der Theosophischen Gesellschaft bei und übernimmt deren Leitung in Deutschland/Berlin
bis er sich 1913 mit der Theosophin Annie Besant überwirft. Daraufhin kam es zu einer
Abspaltung und zur Gründung der Antrophosophischen Gesellschaft die einiges vom Denken
der Theosophie übernahm. Aber auch neue Ansätze wie christliche Weltanschauungen,
erkenntnisse Goethes, okkulte Ansichten und Mythen über Atlantis kommen hinzu und vervollständigen
das Ganze. Ebenfalls aus der Theosophie übernommen wurde die Stellung Luzifers. Satan
stand als Symbol für wissenschaftliches Erkenntnisstreben. Überhaupt stellt die Erkenntniss/Selbsterkenntniss
ein wichtiges Element Rudolf Steiners dar. Durch Geisteswissenschaftliche Schulung soll der
Mensch immer höhere Erkenntnisstufen erlangen.
Am Anfang lehnte er sich gegen Religionen im allgemeinen auf, er wollte die eisernen Regeln
brechen und den Menschen zum eigenständigen Denken verhelfen - An Gottes Stelle den freien
Menschen. Doch im laufe der Zeit versuchte er immer mehr Die Elemente des Christentums mit
denen andere Religionen zu verbinden. Durch diese Mysthifizierung des Christentums gelangte
er immer wieder in die Kritik der Christlichen Kirche.
Rudolf Steiner hat nicht nur ein auf Erkenntnissen beruhenden "neues" Christentum
geschaffen; Seine Ideen und Denkansätze haben in vielen Bereichen zu Erneuerungen und
Umdenken geführt. So geht die Heilpädagogik, die Walddorfschulen, Anthroposophische
Medizin und Pharmazie ,sowie die biologisch-dynamische Landwirtschaft auf ihn zurück.
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