
Wenn wir vom Ogham sprechen müssen wir erst folgendes unterscheiden: es gibt eine Ogham-Schrift und ein Baum-Alphabet (Baum-Ogham). Beide Systeme sind in der Vorstellung vieler untrennbar miteinander verbunden.
Ursprünglich waren und sind beide jedoch zwei völlig unterschiedliche Konzepte. Das Ogham diente der Orthographie und dem schriftlichen Ausdruck, das Baum-Alphabet ist eine praktische Anleitung zur magischen Arbeit und Spiritualität.
Deutlich wird dies durch den alten Namen des Baum-Alphabets: Beithe Luis Nion. Er unterstreicht die Tatsache das ein Unterschied zwischen den Bäumen und der Ogham-Schrift besteht.
Seinen Namen hat das Ogham von Oghma, einem Gott aus dem Geschlecht der Tuatha de‘ Danann. Er war der Gott der Kultur und der Barden, ein großer Kämpfer und berühmt für seine Beredsamkeit. Manchmal wird er mit dem gallischen Gott Ogmios gleichgesetzt.
Die Verwendung des Oghams gleicht ein wenig den Runen. Man kann es als Divinationsmittel, zur Meditation und Selbsterkenntnis sowie zur Herstellung von Sigillen und Talismanen nutzen. Sein Hauptzweck ist aber die Kontaktaufnahme zu den von ihm repräsentierten Bäumen, zu denen eine intensive persönliche Bindung aufgebaut wird.

Herstellung:
Die Herstellung von Oghamstäben braucht etwas Zeit und Geduld. Es gilt den richtigen und passenden Baum zu finden und sich mit den jeweiligen Bäumen intensiv zu beschäftigen. Ein Oghamstab sollte etwa 15cm lang sein und einen Durchmesser haben, der in etwa dem des eigenen kleinen Fingers entspricht. Das jeweilige Symbol kann z. B. mit einem Lötkolben eingebrannt werden. Als Beispiel auch hier wieder ein Foto (s.o.).